13. November 2011

manchmal fühle ich mich tot
oder schonmal gelebt

9. November 2011

konversation 21. jh

bonne soir
bonsoir
was kennst du für leute?
was?

time flies by

ich rase um 19 uhr sechsundzwanzig dem sonnenuntergang entgegen und einem neuen tag
es ist heiß
die fenster stehen offen
eine frau mit kurzen haaren legt sich auf die lüftungsanlage
alle frauen haben die schuhe ausgezogen und beanspruchen zwei plätze
für sich

auch mich nimmt er ins visier
doch er drückt nicht ab
ja, ich hab was
sie schaut mich mit großen augen an
meine füße ragen heraus
sie haben etwas verloren
die zeit rast weiter

-ich lächle sie an-

und wir mittendrin.

2. November 2011

manchmal weiß man es besser, auch wenn man es nicht weiß

nackt
nackt auf dem bett
nackt auf dem bett die abwesenheit deines körpers

26. September 2011

Balance


Wolfgang Lauenstein & Christoph Lauenstein

29. August 2011

Inspiration - Haare


Kunst ist auch nicht mehr das, was es mal war.

// Foto © NEON Okt 2010

18. Juni 2011

Knust und Gurkenfelder

Geschmacksknospen verklebt Nerven getötet Ausgebrannt und abgelöscht Unendliche Reproduktion Es fühlt sich an wie totes Fleisch, leblose Augen die ins Leere starren Keine Perspektive sondern Ausweglosigkeit Keine Chance genutzt sondern SelbstverachtungWhocares? Wir sind im Garten.

30. Mai 2011

Un Stern

Ich frage den Rat der Zeit
Raddiere die Wirklichkeit
Lasse den Weg nach vorne zurück
Lasse Menschen vorbei ziehen und winke ihnen hinterher
Und frage dich, ob du mich retten kannst
Fordre mich auf zum Tanz

Es ist in mir

Wenn Touristen meinen Tod diagnostizieren
Wie sie auf der Überholspur Penisse jagen
Du willst die Welt vergessen gehen
Ich habe vertrocknete Tinte, Blei auf der Stirn und verrostete Augen

Ich hätte gerne mit dir getanzt, zum Beispiel im Supermarkt
Mitten auf der Nase des blassen Mondes

Punkt Punkt Komma Strich
fertig.

26. Mai 2011

jung naiv unverbraucht

Die Lampe an meinem Fahrrad wirft symmetrische Schatten auf die Straße,
gespiegelt an den Auswüchsen der Nacht
verdoppelt im Licht ihrer Einzigartigkeit.

Ich fahre auf dem Mittelstreifen
im Dunkeln durch die Welt
ein Stück
ohne Hintergedanken
ohne Interpretationsraum.

17. Mai 2011

Güldenes Tore

Noch eine Stunde, und sie würden sich durch das Golden Gate hereindrängen, um die romantische Stadt in Weiß zu hüllen, und ein junger Mann würde sein Mädchen bei der Hand halten und langsam einen der endlosen weißen Bürgersteige mit ihr hinaufsteigen, eine Flasche Tokaier in der Jackentasche.

(Jack Kerouac: On the Road, S. 97, Z. 10 ff.)

24. April 2011

Kuchen backen

und die Welt vergessen.

20. März 2011

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins


// © Anne Reibke


welt in ton, steine, scherben

die seele in tausend stücke gesprungen
zerissen von tausenden momenten
flehen deine augen nach sicherheit
ich schaffe es nicht, sie alleine aufzusammeln
jedenfalls nicht alle

dein mund ist weit aufgerissen
doch kein ton dringt daraus hervor
ein stummer schrei
zeitsprung

18. März 2011

gedankenlosigkeit

hä? was soll das denn?

ich greife dich nicht. du sprichst seit kurzem eine andere sprache,
ich höre sie und kann doch nichts verstehen.
warum so plötzlich?
habe ich das wesentliche nicht mitbekommen?
ich wollte doch nur alles richtig machen.
das war wohl zu viel. ich habe mir zu viel vorgenommen.

mal wieder.

in der schwebe verliere ich die feste erde unter meinen füßen
sie wird mir weggerissen
so kommt es mir vor.
und doch ahne ich, dass ich selbst verantwortung trage.